Wissenswertes

Haben Ihre Mitarbeiter Beitragslücken?

30. November 2017
Warum Vielverdiener betroffen sind und weshalb es sich für Arbeitnehmer und Arbeitgeber lohnt, die berufliche Vorsorge genau unter die Lupe zu nehmen.

Wie entstehen Beitragslücken überhaupt?

Warum Vielverdiener betroffen sind und weshalb es sich lohnt, die Vorsorge genau anzuschauen.

Fehlen Ihnen Beitragsjahre bei Ihrer Pensionskasse? Nein, sagen Sie? Falsch. Auch wenn Sie nicht die Sonne während eines Sabbaticals oder auf einer Weltreise genossen haben, Ihren Vater- oder Mutterschaftsurlaub nicht verlängert oder Ihre Jahre mit einem Langzeitstudium gefüllt haben. Sie besitzen mit hoher Wahrscheinlichkeit dennoch Beitragslücken in Ihrer beruflichen Vorsorge. Denn neben all den bekannten Gründen für Ausfalljahre in der Pensionskasse gibt es eine Hauptursache, die bei den meisten zu Lücken führt: Lohnerhöhungen.

Warum ist das so?

Die Beitragslücken aus Lohnerhöhungen ergeben sich aus der Art, wie Ihre reglementarischen Pensionsleistungen berechnet werden. Zum Zeitpunkt der Pensionierung wird der aktuelle Lohn mit der Anzahl der Beitragsjahre seit dem 25. Lebensjahr multipliziert. Dies ergibt das Maximum Ihres Bruttoeinkommens, welches zur Berechnung des Altersguthabens verwendet wird. In der Realität sieht das Ganze allerdings anders aus: Der Lohn ist nicht statisch und wächst mit der Zeit. Mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt er vor der Pension auf dem höchsten Niveau, war aber über viele Jahre um einiges tiefer.

Ein Beispiel:
Franz Meier ist Elektroinstallateur und wird in Kürze pensioniert. Seit seinem 25. Lebensjahr hat er 40 Jahre lang in die Pensionskasse eingezahlt. Sein derzeitiger Jahreslohn von 92 000 CHF dient zusammen mit den 40 Beitragsjahren als Grundlage für die Berechnung seines maximalen Bruttoeinkommens. Nicht immer hat Franz Meier aber 92 000 CHF  verdient. Beispielsweise kam er als Mitzwanziger mit beschaulichen 28 000 CHF im Jahr aus. Das bedeutet: Zwischen den Beiträgen des berechneten maximalen Bruttoeinkommens und dem tatsächlich eingezahlten Altersguthaben ergibt sich eine Differenz.

Hier zeigt sich das Potenzial für Investitionen in die eigene berufliche Altersvorsorge. Der Vorsorgeausweis zeigt auf, bis zu welcher Höhe und mit welchen Abständen Einkäufe getätigt und Lücken geschlossen werden können. Für Selbstständige gelten dabei gesonderte Regelungen. So oder so gilt: Arbeitnehmende können durch Einkäufe nicht nur das eigene Altersguthaben erhöhen, sondern auch von steuerlichen Vorteilen profitieren.

Das sind die Vorteile eines Einkaufs:

  • Durch die Erhöhung des Altersguthabens verbessern Sie Ihre Pensionsleistungen.
  • Einkäufe sind steuerbefreit.
  • Ihre Anlagen profitieren von der professionellen Betreuung durch Finanzprofis.

Für Arbeitgeber: Gute Vorsorge macht attraktiv

Als Arbeitgeber ist man die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Beitragslücken in der beruflichen Vorsorge. Stellt zum Beispiel Franz Meier fest, dass er erhebliches Potenzial in der beruflichen Vorsorge nicht genutzt hat, wird er als Erstes seinen Personalchef kontaktieren und um Rat bitten. Meier erhofft sich so, eine Lösung zu finden, sein Altersguthaben bis zu seiner Pensionierung bestmöglich aufzubauen.

Informieren Sie sich deshalb für Ihre Mitarbeitenden bereits im Voraus über die Einkaufsmöglichkeiten. Zudem können Unternehmen, die eine attraktive Vorsorge bieten wollen, das Thema Einkauf auch selbst ansprechen und ihre Angestellten finanziell unterstützen – indem sie beispielsweise Boni statt aufs Konto in die Pensionskasse einzahlen. Diese Wertschätzung seitens des Unternehmens stärkt die Mitarbeiterbindung und zeigt, wie ernst Sie das Thema berufliche Vorsorge nehmen.

Vor allem Kader und gut verdienende Angestellte mit grossen Lohnveränderungen und einer überobligatorischen Vorsorge profitieren von der Möglichkeit eines Einkaufs. Hier unterstützt Sie die Sammelstiftung Perspectiva. Als Experte für überobligatorische Vorsorge bieten wir die passende Vorsorgelösung für jedes Bedürfnis und beraten Sie gerne zu allen Fragen des Pensionskasseneinkaufs.

Wir beraten Sie gerne

Das könnte Sie auch interessieren

Zur Magazin Übersicht
Haben Sie eine Frage? Top