Berufliche Vorsorge

Die neue Freiheit im Unternehmen

Warum Arbeitgeber verstärkt auf flexible Arbeitszeiten setzen

Attraktiv für neue Talente

Ob Homeoffice oder Teilzeit: Flexible Arbeitszeiten wirken sich positiv aus auf die Produktivität, Zufriedenheit und nicht zuletzt die Kreativität Ihrer Belegschaft. Und auf die Attraktivität Ihres Unternehmens für künftige Mitarbeitende. 

 «Chef, am Freitag nehme ich mir frei!» Die Vorgesetzten bei der BLS gewöhnen sich an solche Ansagen: Die Berner Privatbahn bietet ihren Vollzeitbeschäftigten an, die Arbeitszeit um 20 oder sogar 40 Prozent zu senken. Auch Führungskräfte dürfen reduzieren. Ab nächstem Jahr können BLS-Mitarbeitende zudem bis zwei Wochen zusätzliche Ferien «kaufen», Überzeiten für ein Sabbatical ansparen und vermehrt im Homeoffice arbeiten. 

Das Ziel: eine attraktive Arbeitgeberin sein

Was hat die BLS davon? Das Unternehmen verspricht sich bessere Karten beim Rekrutieren neuer Kräfte. «Auch ältere Beschäftigte profitieren, etwa wenn sie vor der Pensionierung allmählich kürzertreten möchten», sagt BLS-Personalleiterin Franziska Jermann. Denn junge wie alte Mitarbeitende wollen flexible Arbeitszeiten, mehr Freizeit am Stück sowie familienfreundliche Rahmenbedingungen. Und sie gehen dahin, wo sie diese Wünsche erfüllt bekommen.

Flexibilität ist gefragt – und neue Arbeitsmodelle

Deshalb nimmt die BLS den damit verbundenen Aufwand auf sich. «Wir wollen und müssen auf dem Arbeitsmarkt noch attraktiver werden», sagt Personalchefin Jermann. Dort ist Flexibilität gefragt. Bereits mehr als 60 Prozent der Beschäftigten in der Schweiz können ihre Arbeitszeit mehr oder minder individuell festlegen – 2005 waren es weniger als die Hälfte. 

Je flexibler, desto produktiver – und zufriedener

Umfragen belegen, dass sich flexible Arbeitszeiten positiv auf Zufriedenheit und Produktivität auswirken. Jedenfalls, solange die Chefs mitspielen. «Die Zeit des Kontrollierens ist vorbei», sagt Alexander Senn, COO Human Resources bei der Swisscom. Nicht die Anwesenheit zähle, sondern das Resultat – wann und wo jemand arbeite, sei letztlich egal. 

Digital Natives fordern Work-Life-Balance

Bei den Jungen ist diese Botschaft längst angekommen. Sie nennen eine vernünftige Work-Life-Balance als entscheidenden Grund, sich für oder gegen einen Arbeitgeber zu entscheiden. Unter Work-Life-Balance verstehen sie auch flexible Arbeitszeiten, die ein Gleichgewicht zwischen Berufs- und Privatleben erst ermöglichen. 

Mehr Chefs arbeiten Teilzeit

Derzeit sind es verstärkt Kaderangestellte, die Flexibilität einfordern. Allein die Zahl der Teilzeitarbeitenden mit Vorgesetztenfunktion ist laut Bundesamt für Statistik seit 2011 um 24 Prozent gestiegen – der Durchschnitt liegt bei 12 Prozent. Noch stärker war die Zunahme bei den Beschäftigten in Unternehmensleitungen: plus 42 Prozent.

Das Finanzielle muss geregelt sein

Teilzeitarbeit muss man sich allerdings leisten können – finanziell. Gut dran sind alle, die privat vorgesorgt haben. Noch besser dran sind Beschäftigte, deren Arbeitgeber mitdenkt und mögliche Einkommensdellen über die berufliche Vorsorge weitgehend ausgleicht.

Das Problem: das Arbeitsrecht

Während sich Teilzeitarbeitsmodelle von Gesetzes wegen problemlos umsetzen lassen, kollidieren andere Ideen mit dem Arbeitsgesetz. Novartis etwa erhält zunehmend Anfragen von Mitarbeitenden, die Arbeitszeit weiter zu flexibilisieren und zu individualisieren. Diesen würde der Pharmakonzern, soweit betrieblich möglich, gerne entgegenkommen. «Das Arbeitsgesetz setzt dem aber enge Grenzen», sagt Sprecher Satoshi Sugimoto. Bereits heute können Novartis-Beschäftigte bis zu 40 Prozent ihrer Arbeit von zu Hause aus erledigen. Und gegen eine Lohnkürzung von 5 beziehungsweise 10 Prozent können sie 13 oder 26 Ferientage zusätzlich beziehen. 

Und was können Sie tun?

Flexible Arbeitszeiten sind für viele Ihrer Mitarbeitenden attraktiv – als Idee. In der Realität scheitert dies mitunter an der Angst vor finanziellen Einbussen. Exakt an diesem Punkt können Sie als Arbeitgeber unterstützend ansetzen: mit einem durchdachten Vorsorgeplan, der flexible Arbeitszeiten finanziell abpuffert und damit erst ermöglicht. Genau einen solch attraktiven Vorsorgeplan bietet Perspectiva in den Varianten Relax und Choice an.

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